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Informationsflut – Tipps und Tricks aus der Welt der Unternehmen

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Es besteht kein Zweifel daran, dass die Digitalisierung die Welt verändert. Technische Fortschritte haben einen sehr großen Einfluss auf unser Leben - sowohl im privaten Alltag als auch im beruflichen Bereich. Laut einer Studie von Accel und Qualtrics unter 8.000 Befragten weltweit, sind 73% aller Millennials der Meinung, sie könnten dank neuer Technik eine bessere Work-Life-Balance finden. Zudem zeigte sich ein positiver Einfluss auf berufliche und persönliche Kontakte dank der Möglichkeit, schnell und ungehindert miteinander zu kommunizieren. Bei älteren Generationen sind nur 47% der Befragten der Meinung, Technologien hätten positive Auswirkungen. 

Das Resultat der Digitalisierung ist, dass Millennials 150 Mal am Tag auf ihr Smartphone schauen. Das Verlangen, durchgehend auf dem Laufenden zu sein, hat zu einer Art Technologie-Sucht geführt. Nun bewies die Studie, dass dieses Verhalten auch bei anderen Generationen festzustellen ist, vor allem in großen Unternehmen. Angestellte beantworten heutzutage Hunderte von E-Mails, und das jeden Tag. Dank des Internets haben wir die Möglichkeit, zu jedem Zeitpunkt Informationen über alles und jeden zu finden. Solche Daten können dann ganz leicht über Smartphones, Computer, Tablets, etc. aufgerufen werden. Manchmal werden wir sogar mit Informationen beliefert, ohne zuvor danach gesucht zu haben.

Die sozialen Netzwerke haben viel zu dieser Entwicklung beigetragen. Unsere Smartphones bekommen ständig Benachrichtigungen von Twitter, Facebook oder Instagram. Die meisten von uns schlafen mit dem Handy neben dem Kopfkissen und 79% der Millennials geben zu, sogar mitten in der Nacht einen Blick auf ihr Handy zu werfen.

Auch große Unternehmen können mittlerweile zu jeder Tages- und Nachtzeit erreicht werden. Es ist also kein Wunder, dass wir mit Informationen überladen werden. Natürlich haben moderne Technologien unser Leben in vielerlei Hinsicht erleichtert, jedoch können sie auch negative Effekte auf unser Privat- und Berufsleben haben.

Treffen einige dieser Situationen auch auf Sie selbst, Ihre Kollegen, Ihre Freunde oder Ihre Familie zu? Lesen Sie weiter, um zu erfahren, warum die Informationsüberflutung zum Problem werden kann, und welche Tricks es gibt, um besser damit zurechtzukommen. Denn ein besseres Verständnis kann bereits dabei helfen, sich vor Problemen zu schützen.

Informationsüberflutung in der Unternehmenswelt
Mary Jane Roy hilft Menschen dabei, sich vor Stress in der Arbeitswelt zu schützen. Sie ist in der niederländischen Unternehmenswelt für ihre vielen Workshops zu dem Thema bekannt. Sie ist Miteigentümerin der Firma Keystone Success, die den Keystone Vitality Check entwickelt hat. Dieser innovative Test hilft Unternehmen dabei, das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter besser zu verstehen. Über 1.000 Menschen haben bereits am Test teilgenommen und ein Großteil unter ihnen arbeitet in großen Unternehmen in den Niederlanden. Der Test zielt darauf ab, die Vitalität der Belegschaft zu analysieren und große Stressfaktoren zu erkennen. Dafür werden unter anderem Fragen zur Work-Life-Balance und zum Schlafverhalten gestellt, etwa, wenn ein Abgabetermin näher rückt. Für viele Unternehmen sind die Resultate augenöffnend. Eine Frage, die Teilnehmer beantworten müssen, ist, ob sie nach der Arbeit Handy und E-Mail Benachrichtigungen ausschalten. Nur 3,7% der Befragten bejahten diese Frage.

“Wir schalten nicht regelmäßig ab, und oftmals hören wir von den Teilnehmern unserer Kurse, dass sie nach dem Aufwachen zuerst einen Blick auf ihr Handy werfen und vor dem Einschlafen dasselbe tun. […] Oftmals schicken globale Unternehmenspartner E-Mails um 3 Uhr morgens. Wenn das Handy neben dem Bett liegt, hört man die Benachrichtigung und denkt sich ‘Oh, das sollte ich schnell beantworten.’ […] Das ist etwas, dass nicht Teil der Unternehmenskultur werden sollte und adressiert werden muss.”


Am Arbeitsplatz von heute ist es zur Normalität geworden, 16-18 Stunden zu arbeiten und dabei ständig online zu sein. Laut einer 2012 durchgeführten Studie des McKinsey Global Institutes verbringt ein Angestellter 28% dieser Zeit damit, E-Mails zu bearbeiten. Eine weitere Studie, die von Gloria Mark von der University of California durchgeführt wurde, zeigt, dass man ca. 25 Minuten braucht, um sich nach einer Unterbrechung wieder auf seine ursprüngliche Aufgabe konzentrieren zu können. Im Durchschnitt werden wir alle 11 Minuten bei unserer Arbeit unterbrochen.

Mary Jane Roy weist darauf hin, dass es sehr ablenkend sein kann, den ganzen Tag über von Informationen bombardiert zu werden. Ablenkungen können sich negativ auf unsere Produktivität und unser Urteilsvermögen auswirken. Zudem wird immer deutlicher, dass Stress im Büro und zu Hause zum Burnout führen kann. Sich wieder davon zu erholen, dauert lange und kann Unternehmen zugleich eine Menge Geld kosten. Darum ist Roy der festen Überzeugung, dass Firmen das Problem der Informationsüberflutung anpacken sollten, statt es weiterhin zu ignorieren.

Mit Informationsüberflutung umgehen
Einige große Unternehmen organisieren Trainingsprogramme für ihre Mitarbeiter, bei denen erklärt wird, wie man mit dem Druck der digitalen Welt umgeht. Bei einigen dieser Programme steht Aufmerksamkeit im Fokus; Mitarbeiter sollen also lernen, sich auf eine bestimmte Aufgabe zu konzentrieren. Ein wichtiger Aspekt, den Teilnehmer dieser Kurse mitnehmen sollen, ist es, eine Aufgabe zu Ende zu bringen, bevor eine neue begonnen wird.

Mary Jane Roy hat einen guten Tipp, wie man mit dem E-Mail-Ansturm und anderen täglichen Stressfaktoren zurechtkommt. Sie sorgt dafür, dass ihre E-Mails nicht an ihr Handy weitergeleitet werden, sodass sie sie nur dann liest, wenn sie vor einem Laptop sitzt. Da heutzutage immer mehr Leistung von Angestellten erwartet wird, ist es sehr wichtig, dass man sich seine Zeit richtig einteilt. Für viele ist es eine gute Idee, bestimmte Zeiten am Tag für das Lesen der E-Mails festzulegen. So kann man vermeiden, ständig bei anderen Aufgaben unterbrochen zu werden. Roy betont außerdem, dass es wichtig ist, seine persönlichen Stressauslöser zu identifizieren.

Diese Selbsterkenntnis und das Nachschauen von E-Mails in regelmäßigen Abständen, damit man nicht ständig auf sein Handy schaut, sind die besten Tipps, die ich Leuten mit auf den Weg geben kann.”


Außerdem sind auch regelmäßige Pausen laut Mary Jane Roy extrem wichtig. Alle 19 Minuten sollten wir uns für 2-3 Minuten bewegen, einige Male tief durchatmen oder kurz in uns gehen. Bewegung kann einen großen Einfluss auf Produktivität und das Stresslevel haben - und sie ist wichtig für unser körperliches Wohlbefinden.

“Heutzutage sagt man, Sitzen ist das neue Rauchen. […] Denken Sie einmal darüber nach - von dem Moment, in dem Sie aufstehen, bis Sie wieder ins Bett gehen - wie viel Zeit verbringen Sie im Sitzen? Im Durchschnitt arbeiten Menschen 14 Stunden pro Tag und schlafen 6-8 Stunden. Zeit für Bewegung bleibt da also kaum.”


Mary Jane Roy betont, dass es eigentlich nichts Wichtigeres gibt, als mit seinem Boss Grenzen festzulegen und zu lernen, wann man “Nein” sagen sollte. Wir haben den Rat der Experten berücksichtigt und stellen Ihnen sieben Tipps vor, die dabei helfen können, mit der täglichen Informationsüberflutung zurechtzukommen.

Wenn Sie diesen sieben Tipps folgen, kann Ihnen das dabei helfen, eine gute, gesunde Work-Life-Balance zu finden und auch einmal abzuschalten.

Emanuela Milanova hat mehr als 5 Jahre Journalismus-Erfahrung. Sie hat einen Masterabschluss im Informations- und Wissensmanagement von der VU in Amsterdam.
Als Mitarbeiterin des Social Media Teams bei Staples Solutions hat sie wesentlich zur Erstellung dieses Artikels beigetragen und ausführliche Recherchen sowie das Interview für den Beitrag durchgeführt. Sie wird von der Leidenschaft angetrieben, die Beziehungen zwischen der Work-Life-Balance und der Digitalisierung auf der Welt zu analysieren. 

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